{"id":1926,"date":"2015-10-10T11:38:22","date_gmt":"2015-10-10T10:38:22","guid":{"rendered":"http:\/\/www.fabulousfulcrums.de\/cms\/?page_id=1926"},"modified":"2021-01-11T23:13:27","modified_gmt":"2021-01-11T21:13:27","slug":"12-reunion-graal-mueritz-2014","status":"publish","type":"page","link":"http:\/\/www.fabulousfulcrums.de\/cms\/?page_id=1926","title":{"rendered":"12.Reunion 2014 Graal-M\u00fcritz"},"content":{"rendered":"<h3>Alter Ort und neuer Gast<\/h3>\n<p>Bew\u00e4hrtes kann man ruhigen Gewissens wiederholen, und so kam die FULCRUM-Staffel 2014 f\u00fcr ihre zw\u00f6lfte Reunion am selben Ort wie im Vorjahr zusammen. Knapp 60 K\u00f6pfe z\u00e4hlte die Gemeinschaft, die sich im IFA-Hotel Gral-M\u00fcritz im Norden Mecklenburg-Vorpommerns eingefunden hatte, darunter mit 27 ehemaligen MiG-29-Piloten jedoch weniger Gr\u00fcndungsmitglieder als 2013. Das lag zum Teil daran, dass einige kurzfristig abgesagt hatten \u2013 unter anderem auch der Manager des Treffens, Oberstleutnant a.D. Peter &#8222;Stoini&#8220; Steiniger, der wegen eines famili\u00e4ren Notfalls nach Bayern reisen musste. Den Rest der Organisationsarbeit hatten daraufhin Oberstleutnant a.D. Bernd Pf\u00e4hler und Oberstleutnant J\u00fcrgen &#8222;Schumi&#8220; Schumann \u00fcbernommen, wie der Kapit\u00e4n der Traditionsstaffel, Generalleutnant a.D. J\u00fcrgen H\u00f6che, in seiner Ansprache hervorhob. &#8222;Aber Stoini hat einen Beifall daf\u00fcr verdient, dass er alles so gut vorbereitet hat&#8220;, fuhr er fort, und sofort brandete Applaus auf. Gentleman-like begr\u00fc\u00dfte H\u00f6che wie immer zun\u00e4chst die anwesenden Damen und unter ihnen besonders Barbara Menge, die Witwe des 2005 verstorbenen ersten Kapit\u00e4ns der FULCRUM-Staffel Manfred Menge, die das erste Mal dabei war. &#8222;Und dar\u00fcber freuen wir uns ganz besonders&#8220;, so H\u00f6che.<\/p>\n<p>Auch der amtierende Inspekteur der Luftwaffe, Generalleutnant Karl M\u00fcllner, hatte sich die Mu\u00dfe f\u00fcr eine Teilnahme genommen \u2013 trotz der schweren Zeiten, in denen sich die Truppe derzeit befindet. Auf diese ging H\u00f6che ein, indem er die Parabel vom Fuchs und dem Igel rezitierte und daran erinnerte, warum die Bundeswehr den durch seine Stacheln gesch\u00fctzten Igel als Symbol hat. &#8222;Aber manchmal vergessen die Politiker, dass man das Stachelkleid zur Verteidigung nur schlie\u00dfen kann, wenn auch Stacheln da sind. Und die kosten nun mal Geld.&#8220; Geld kostet allerdings auch so eine Reunion, und daher freute sich der Staffelkapit\u00e4n \u00fcber die Finanzierung des Buffets durch ein gro\u00dfes deutsches Luftfahrtunternehmen, bei dessen anwesenden Repr\u00e4sentanten er sich bedankte. &#8222;Das Leben ist doch viel lebenswerter, wenn man gesponsert wird&#8220;, f\u00fcgte er hinzu. Der Bericht von Rechnungsf\u00fchrer Schumann fiel wie gewohnt knapp und sehr positiv aus, und der Ort f\u00fcr die n\u00e4chste Reunion schien auch rasch gekl\u00e4rt, nachdem auf eine entsprechende Frage nur wenige Finger f\u00fcr K\u00f6ln in die H\u00f6he gegangen waren. &#8222;Dann machen wir das wieder hier&#8220;, beschied H\u00f6che.<\/p>\n<p>Da Oberstleutnant Tom Hahn krankheitshalber abwesend war, wurde die Folge der Vortr\u00e4ge der fr\u00fcheren Staffelkapit\u00e4ne der 1. Staffel des Jagdgeschwaders 73 &#8222;Steinhoff&#8220; unterbrochen. Oberstleutnant a.D. Holger Kann sprang mit einem Bericht \u00fcber die Flugsicherung zur Zeit der Wiedervereinigung in die entstandene Bresche und beeindruckte die Zuh\u00f6rer zun\u00e4chst mit einer Zahl zum derzeitigen Stand der Dinge. &#8222;660.000 Flugbewegungen gibt es heute j\u00e4hrlich im Luftraum \u00fcber Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen, Schleswig-Holstein und Nordrhein-Westfalen, in dem der Flugbetrieb mit der MiG-29 \u00fcberwiegend stattfand&#8220;, begann der fr\u00fchere Senior Controller des JG 73 seine humorigen Erl\u00e4uterungen und hatte mit dem Folgesatz &#8222;Das beherrschen nur Genies, da k\u00f6nnen Sie mich ruhig ein bisschen bewundern&#8220; gleich den ersten Lacher von vielen auf seiner Seite. Anschaulich beschrieb er den Zustand der Flugsicherung im Jahre 1989 mit den verschiedenen Systemen in Ost und West und der zus\u00e4tzlichen Besonderheit der Berlin-Korridore. &#8222;Das sollten ab 1990 sechs Stabsoffiziere zusammenf\u00fcgen, und einer davon war ich.&#8220; In seiner Dienststelle in Berlin-Tempelhof h\u00e4tten die Westalliierten damals Hand in Hand gearbeitet: &#8222;Die Amerikaner \u00fcberwachten die Korridore, die Briten machten die Anflug-Kontrolle und die Franzosen haben zugesehen, wie alles funktioniert.&#8220; Dringender Handlungsbedarf war gegeben, weil sich der Luftverkehr von Mitte 1989 bis Ende 1990 nahezu verdoppelte. Und erschwert wurde die Arbeit dadurch, dass die Ostseite v\u00f6llig andere Ideen f\u00fcr die neue Luftraumstruktur hatte als die westliche.\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Man einigte sich schlie\u00dflich, und Ende 1990 flogen erstmals Maschinen der Luftwaffe kontrolliert durch den Luftraum \u00fcber den neuen L\u00e4ndern. Der erste Jet war eine F-4F Phantom vom JG 74 &#8222;M\u00f6lders&#8220; in Neuburg \u2013 und am Steuerkn\u00fcppel sa\u00df, so der Vortragende, der damalige Hauptmann und heutige Inspekteur M\u00fcllner. &#8222;Er hat w\u00e4hrend dieses Fluges nicht viel \u00fcber Funk gesagt&#8220;, erinnerte sich Kann und hatte daf\u00fcr sofort eine f\u00fcr ihn typische Erkl\u00e4rung parat: &#8222;Wenn Sie mit einem Fluglotsen wie mir sprechen, dann haben Sie nat\u00fcrlich das Gef\u00fchl, dass Sie Gott noch nie so nah waren.&#8220;<\/p>\n<p>Das folgende Buffett war so gut wie 2013 und einer der Gr\u00fcnde daf\u00fcr, dass die Staffel in dieses Hotel zur\u00fcckgekehrt war. Unterbrochen wurde das Festessen nur durch eine \u00fcberraschende Ank\u00fcndigung des Staffelkapit\u00e4ns: Man habe am &#8222;F\u00fchrungstisch&#8220; gerade die Idee ausgebr\u00fctet, 2015 gemeinsam die neue Heimat der Ex-Luftwaffen-MiG-29 in Polen zu besuchen, verk\u00fcndete H\u00f6che. Gegen 23 Uhr verlagerte sich das Geschehen wie stets vom Speisesaal an die Hotelbar, wo die letzten Unentwegten noch bis vier Uhr fr\u00fch tagten \u2013 interessanterweise \u00fcbrigens nicht die \u00fcblichen Verd\u00e4chtigen, sondern in ganz anderer Zusammensetzung als sonst. Bis auf den Berichterstatter nat\u00fcrlich. Aber der hat ja eine Aufgabe und damit eine Entschuldigung daf\u00fcr, immer als einer der Letzten zu gehen.<\/p>\n<p><em>Stefan Petersen<\/em><\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.fabulousfulcrums.de\/cms\/?page_id=1924\">Hier die Bilder f\u00fcr die Staffelmitglieder<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Alter Ort und neuer Gast Bew\u00e4hrtes kann man ruhigen Gewissens wiederholen, und so kam die FULCRUM-Staffel 2014 f\u00fcr ihre zw\u00f6lfte Reunion am selben Ort wie im Vorjahr zusammen. 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