{"id":4093,"date":"2021-01-11T21:55:10","date_gmt":"2021-01-11T19:55:10","guid":{"rendered":"http:\/\/www.fabulousfulcrums.de\/cms\/?page_id=4093"},"modified":"2023-07-23T10:42:21","modified_gmt":"2023-07-23T09:42:21","slug":"13-reunion-2015-in-danzig-polen","status":"publish","type":"page","link":"http:\/\/www.fabulousfulcrums.de\/cms\/?page_id=4093","title":{"rendered":"13.Reunion 2015 in Danzig\/Polen"},"content":{"rendered":"<h3>Wiedersehen mit der &#8222;Roten Diva&#8220;<a href=\"http:\/\/www.fabulousfulcrums.de\/cms\/wp-content\/uploads\/2015\/11\/FULCRUM-Reunion_2015_068_72dpi.jpg\" data-rel=\"lightbox-image-0\" data-imagelightbox=\"0\" data-rl_title=\"\" data-rl_caption=\"\" title=\"\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright wp-image-2039\" src=\"http:\/\/www.fabulousfulcrums.de\/cms\/wp-content\/uploads\/2015\/11\/FULCRUM-Reunion_2015_068_72dpi.jpg\" alt=\"FULCRUM-Reunion_2015_068_72dpi\" width=\"398\" height=\"265\" srcset=\"http:\/\/www.fabulousfulcrums.de\/cms\/wp-content\/uploads\/2015\/11\/FULCRUM-Reunion_2015_068_72dpi.jpg 1020w, http:\/\/www.fabulousfulcrums.de\/cms\/wp-content\/uploads\/2015\/11\/FULCRUM-Reunion_2015_068_72dpi-150x100.jpg 150w, http:\/\/www.fabulousfulcrums.de\/cms\/wp-content\/uploads\/2015\/11\/FULCRUM-Reunion_2015_068_72dpi-300x200.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 398px) 100vw, 398px\" \/><\/a><\/h3>\n<p>Die 13 kann keine Ungl\u00fcckszahl sein, jedenfalls nicht f\u00fcr die FULCRUM-Staffel. Denn die 13. Reunion der ehemaligen Piloten der deutschen MiG-29 in Polen war f\u00fcr alle Teilnehmer eine Aneinanderreihung ganz besonderer Erlebnisse, die wie am Schn\u00fcrchen klappte \u2013 nicht zuletzt dank der perfekten Vorbereitung durch Oberst a.D. Peter \u201ePitt\u201c Hauser. Der hatte die Verbindungen spielen lassen, die er in seiner Dienstzeit als Angeh\u00f6riger des Multinationalen Korps in Stetin gekn\u00fcpft hatte, und bot den drei Dutzend Besuchern aus Deutschland \u2013 22 Ex-MiG-29-Flugzeugf\u00fchrer von Luftwaffe und NVA, deren Angeh\u00f6rige und drei Ehrenmitglieder \u2013 ein perfektes Programm. Und das bei allerbestem Wetter.<\/p>\n<p>Schon der Ort war gut gew\u00e4hlt: Mit dem Hilton in Danzig stand eine ausgezeichnete, malerisch an der Mottlau und fu\u00dfl\u00e4ufig zur Innenstadt gelegene Unterkunft mit gut ausgestattetem Festsaal und \u2013 ganz wichtig \u2013 einer sch\u00f6nen Hotelbar zur Verf\u00fcgung. So bildeten sich denn auch sofort nach der Ankunft am Freitag kleine Gr\u00fcppchen, die durch die Altstadt zogen und die wundervoll restaurierten historischen Fassaden bewunderten. Wobei sie immer wieder auf andere kleine Gr\u00fcppchen von Angeh\u00f6rigen der Traditionsstaffel trafen, die mit einem anderen Flug oder per Auto den Weg nach Gdansk gefunden hatten. Gruppenweise wurde auch das Abendessen eingenommen, zumeist in Restaurants in Hoteln\u00e4he, die typische polnische Gerichte anboten, bevor der erste Abend in der Hotelbar ausklang \u2013 f\u00fcr die einen fr\u00fcher und f\u00fcr so manchen sp\u00e4ter.<\/p>\n<p>Trotzdem sa\u00dfen am Sonnabend alle p\u00fcnktlich um 9 Uhr in dem von der polnischen Luftwaffe gestellten Bus, der die Truppe zu der eine Stunde entfernten 22nd Tactical Air Base nach Malbork brachte. Dort fliegt die 41. Eskadra Lotnictwa Taktycznego (41. ELT) die ehemaligen deutschen MiG-29. Das Wiedersehen mit der geliebten \u201eroten Diva\u201c, die nun die rot-wei\u00dfen Markierungen der polnischen Streitkr\u00e4fte statt der Eisernen Kreuze der Luftwaffe tr\u00e4gt, war schlie\u00dflich der Hauptgrund f\u00fcr die Ortswahl dieser Reunion gewesen. Base Commander Oberst Leszek B\u0142ach und Staffelkapit\u00e4n Oberstleutnant Krzystof Stobiecki begr\u00fc\u00dften die deutschen G\u00e4ste, die beim darauffolgenden Briefing nicht nur mit den Eigenheiten der Basis und des FULCRUM-Flugbetriebs vor Ort bekannt gemacht wurden, sondern auch eine Einf\u00fchrung in die drei Eins\u00e4tze der 41. ELT im Rahmen des Air Policings der NATO im Baltikum erhielten, auf die Oberstleutnant Stobiecki bei seinem Vortrag am Abend noch detaillierter eingehen sollte. 2008, 2012 und 2014 waren die polnischen MiG-29 im litauischen Siaulai stationiert. Die interessierten Zuh\u00f6rer erfuhren weiterhin, dass junge polnische FULCRUM-Piloten 120 Stunden im Jahr fliegen, w\u00e4hrend Flugzeugf\u00fchrer, die bereits \u201eCombat ready\u201c sind, ihren Status mit nur 50 Stunden halten m\u00fcssen. Air-to-air ist \u2013 nat\u00fcrlich \u2013 die Hauptaufgabe der MiG-29 auch in der polnischen Luftwaffe. \u201eWir \u00fcben aber auch die Air-to-ground-Rolle mit Bordkanonen-Schie\u00dfen und Bombenwurf auf Truppen\u00fcbungspl\u00e4tzen\u201c, verriet Oberstleutnant Stobiecki.<\/p>\n<p>Nach dem theoretischen folgte sozusagen der praktische Teil. Zwei MiG-29 \u2013 ein Einsitzer und ein Doppelsitzer \u2013 pr\u00e4sentierten sich piekfein herausgeputzt und in einem so sauberen Zustand, wie ihn die Maschinen in Deutschland nur gerade nach der Lackierung aufwiesen, den Besuchern in und vor einem Hangar, der auch \u00e4lteren Flugzeugmustern der polnischen Luftwaffe ein Dach bot. Begeistert wurden Sitzproben in der MiG-17, MiG-21 und Su-22 gemacht und (von den Ex-NVA-Piloten) Erinnerungen aufgefrischt oder (von den westlich des Eisernen Vorhangs ausgebildeten Flugzeugf\u00fchrern) Vergleiche zu den eigenen fr\u00fcheren Arbeitsger\u00e4ten gezogen. Viel zu schnell ging die hierf\u00fcr angesetzte Stunde vorbei und der Bus wurde bestiegen, um den zweiten H\u00f6hepunkt des Tages anzusteuern: die bei Malbork gelegene Marienburg, die von 1309 bis 1454 Sitz der Hochmeister des Deutschen Ordens war. Auch hier hatte \u201ePitt\u201c Hauser gr\u00fcndliche Vorarbeit geleistet und eine Besichtigung in deutscher Sprache organisiert. Staunend folgten die Besucher der F\u00fchrerin durch die weitl\u00e4ufige Anlage, die in den letzten Kriegsmonaten 1945 noch schwere Zerst\u00f6rungen erlitten hatte und von den Polen weitestgehend wieder aufgebaut wurde. Heute ist die Marienburg einer der wichtigsten Anziehungspunkte f\u00fcr Touristen im Land und z\u00e4hlt seit 1997 zum Weltkulturerbe der UNESCO. Zwei Stunden lang erkundeten die Teilnehmer den gr\u00f6\u00dfte Backsteinbau Europas mit seinen Verteidigungsanlagen, historischen Intarsien und mittelalterlichen Kunst- und Gebrauchsgegenst\u00e4nden, bevor es zur\u00fcck nach Danzig ging.<\/p>\n<p>Die eigentliche Reunion begann \u2013 wie immer \u2013 um 18.29 Uhr im Foyer des Hotels. Im Festsaal begr\u00fc\u00dfte der \u201eKapit\u00e4n\u201c der Traditionsstaffel, Generalleutnant a.D. J\u00fcrgen H\u00f6che, nicht nur wie stets explizit die anwesenden Damen, sondern auch Oberst B\u0142ach und Oberstleutnant Stobiecki, die als G\u00e4ste geladen waren. Sein besonderer Dank ging an die Polen, an den abwesenden Oberstleutnant a.D. Bernd Pf\u00e4hler f\u00fcr die Idee zu diesem Treffen, an \u201ePitt\u201c Hauser als \u201eProjektoffizier\u201c, an Major a.D. Rainer Hankowiak als Vertreter des Getr\u00e4nke-Sponsors von der Industrie sowie an den Inspekteur der Luftwaffe, Generalleutnant Karl M\u00fcllner, der den Kontakt zur polnischen Luftwaffenf\u00fchrung hergestellt hatte. \u201eAllerdings kann er heute nicht hier sein, weil aus protokollarischen Gr\u00fcnden sonst auch der Kommandierende General der polnischen Luftstreitkr\u00e4fte zugegen sein m\u00fcsste \u2013 und dann w\u00e4re das hier ein politisches Event geworden statt einer privaten Feier\u201c, sagte H\u00f6che. Denn das Treffen fand an einem ganz besonderen Datum statt: dem Tag der Deutschen Einheit am 3. Oktober. \u201eDas ist auch f\u00fcr Polen ein wichtiger Tag\u201c, so H\u00f6che. Nicht nur habe das polnische Volk dadurch, dass es sich von der sowjetischen Vorherrschaft freigemacht hat, den Boden f\u00fcr die Deutsche Einheit mitbereitet. \u201eErst das wiedervereinigte Deutschland hat die polnische Westgrenze vertraglich festgeschrieben.\u201c Nach 125 Jahren der Konfrontation gebe es nun endlich gute Beziehungen zwischen beiden Nationen.<\/p>\n<p>Nach dem Rechenschaftsbericht, der dieses Jahr nicht von dem noch in Afghanistan eingesetzten \u201eRechnungsf\u00fchrer\u201c Oberstleutnant J\u00fcrgen Schumann, sondern von \u201eEinsatzstabsoffizier\u201c Oberstleutnant a.D. Peter \u201eStoini\u201c Steiniger vorgetragen wurde, wartete das reichhaltige warme und kalte Buffett auf die hungrigen G\u00e4ste. Zwei atemberaubende Filme, die die polnischen Piloten aus dem Cockpit der MiG-29 gedreht hatten, bereiteten die Zuh\u00f6rerschaft auf den Vortrag von Oberstleutnant Stobiecki vor, der im Rahmen des Air Policing Baltikum als Kommandof\u00fchrer des Einsatzes \u201eOrlik V\u201c im vergangenen Jahr fungiert hatte und seine Ausf\u00fchrungen zum Thema vom Vormittag vertiefte. 30 Mal seien die polnischen FULCRUMS 2014 aufgestiegen, um russische Flugzeuge vor der K\u00fcste abzufangen und zu identifizieren, w\u00e4hrend es beim ersten Kommando \u201eOrlik II\u201c im Jahr 2008 nur einen einzigen Alarmstart gegeben hatte \u2013 deutliches Zeichen daf\u00fcr, wie sich die Lage an der Ostgrenze der NATO ver\u00e4ndert hat.<\/p>\n<p>Der Austausch von Gastgeschenken \u2013 MiG-29-Modelle f\u00fcr die beiden polnischen Offiziere und MiG-29-Fotos f\u00fcr H\u00f6che und Hauser \u2013 rundeten den offiziellen Teil der Veranstaltung ab. Der inoffizielle spielte sich im Anschluss an der Hotelbar ab und zog sich wie \u00fcblich bis tief in die Nacht hin. Wobei man nicht wirklich von \u201esich hinziehen\u201c sprechen konnte bei den vielen interessanten und kurzweiligen Themen, die es unter- und miteinander zu besprechen galt. Alles nach dem Motto, mit dem auch Oberstleutnant Stobiecki seinen Gastvortrag beendet hatte: \u201eFULCRUMS forever!\u201c<\/p>\n<p><em>Stefan Petersen<\/em><\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.fabulousfulcrums.de\/cms\/?page_id=2033\">Bilder f\u00fcr die Mitglieder der Staffel<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Wiedersehen mit der &#8222;Roten Diva&#8220; Die 13 kann keine Ungl\u00fcckszahl sein, jedenfalls nicht f\u00fcr die FULCRUM-Staffel. Denn die 13. Reunion der ehemaligen Piloten der deutschen MiG-29 in Polen war f\u00fcr alle Teilnehmer eine Aneinanderreihung ganz besonderer Erlebnisse, die wie am Schn\u00fcrchen klappte \u2013 nicht zuletzt dank der perfekten Vorbereitung durch Oberst a.D. Peter \u201ePitt\u201c Hauser. &hellip; <\/p>\n<p><a class=\"more-link btn\" href=\"http:\/\/www.fabulousfulcrums.de\/cms\/?page_id=4093\">Weiterlesen<\/a><\/p>\n","protected":false},"author":68,"featured_media":0,"parent":0,"menu_order":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","template":"","meta":{"footnotes":""},"class_list":["post-4093","page","type-page","status-publish","hentry","nodate","item-wrap"],"_links":{"self":[{"href":"http:\/\/www.fabulousfulcrums.de\/cms\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/4093","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"http:\/\/www.fabulousfulcrums.de\/cms\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages"}],"about":[{"href":"http:\/\/www.fabulousfulcrums.de\/cms\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/page"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/www.fabulousfulcrums.de\/cms\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/68"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/www.fabulousfulcrums.de\/cms\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=4093"}],"version-history":[{"count":5,"href":"http:\/\/www.fabulousfulcrums.de\/cms\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/4093\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":5369,"href":"http:\/\/www.fabulousfulcrums.de\/cms\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/4093\/revisions\/5369"}],"wp:attachment":[{"href":"http:\/\/www.fabulousfulcrums.de\/cms\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=4093"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}